So bleiben Körper und Seele im Gleichgewicht
„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“ Erst bei einer Krankheit werden sich viele Menschen bewusst, wie wertvoll Gesundheit ist. Vorbeugen ist besser als heilen – und wer vor allem in Sachen Ernährung auf sich achtet, der hat bereits den richtigen Weg eingeschlagen. Ein Interview mit Doris Thumfart, Heilpraktikerin und Geschäftsführerin von Thumfart´s Zahntechnik in Pocking.
In einem Satz ausgedrückt, welche Faktoren sind entscheidend, damit der Körper gesund bleibt?
Ernährung und Psyche sind die ausschlaggebenden Komponenten.
Welche Rolle spielt die Ernährung?
Die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, speisen unsere Zellen – sie sind das A und O der Gesundheit. Essen Sie „lebendige“ Nahrung wie frisches Obst, Gemüse und Salate und lassen Sie „tote“ Nahrung weg. Wussten Sie, dass Fertigprodukte mit Antibiotika „tot“ gemacht werden? Die natürlichen Bakterien werden abgetötet, damit die Lebensmittel erst viel später faul und schlecht werden. Trinken Sie nichts aus Plastikflaschen.
Studien haben nachgewiesen, dass Mineralwasser aus Plastikflaschen mit hormonell wirksamen Substanzen belastet ist. Dies alles landet im menschlichen Körper – und dies sind nur einige von vielen Beispielen.
Wie sieht die optimale Ernährung also aus?
Verzichten Sie auf Zucker, essen Sie viel Obst, Gemüse und Salate – also lebendige Lebensmittel. Ich lasse mir jede Woche eine Gemüsekiste vom Bauernhof liefern – hier ist alles frisch und unbelastet. Milch trinke ich nur in demeter-Qualität. Warum? Durch die Pasteurisierung ist unsere Milch tot – die Milchbakterien, die normalerweise für eine gesunde Darmflora sorgen, werden abgetötet. Demeter-Qualität bedeutet, dass die Milch so natürlich wie möglich belassen ist.
Was setzt einer gesunden Darmflora sonst noch zu?
Die Menschen nehmen viel zu viele Medikamente ein. Das fängt schon bei den Säuglingen an. Noch nie gab es so viele Kaiserschnitte wie heute und noch nie wurde so wenig gestillt wie heute. Das ursprünglich gesunde Milieu der Darmflora verändert sich im Laufe der Zeit durch Fehlernährung, Antibiotika, Konservierungsstoffe
und andere Lebensmittelzusätze so, dass es zu einem Ungleichgewicht zwischen den gesunden und krankmachenden Darmbakterien kommt. Die krankmachenden Bakterien können sich in dem gestörten Darmmilieu übermäßig vermehren, indem sie unverdaute Nahrung durch Gärung verwerten und saure Giftstoffe produzieren. Blähungen und Unwohlsein sind die Folge.
Was raten Sie Ihren Patienten in solchen Fällen?
Dies ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Häufig empfiehlt sich die gezielte Einnahme von Laktobakterien. Eine genaue Aufstellung der geeigneten Lebensmittel hilft dem Patienten, sich darmgesund zu ernähren und zu kochen.
Welche Rolle spielt die Psyche?
Lebensfreude ist ein wahrer Gesundheitsbrunnen. Lebensfreude zu erlangen ist aber leichter gesagt als getan. Viele Menschen müssen lernen, bestimmte Charaktereigenschaften zu entwickeln, denn extreme Verhaltensweisen, ganz egal in welche Richtung sie gehen, sind ungesund. Es gilt, „seine Mitte“ zu finden, soziale Kompetenz zu entwickeln und loslassen zu können. Viele Menschen müssen auch lernen, Gefühle zuzulassen. Hier helfen gezielte Gesprächstherapien, Traumreisen oder die Kinesiologie. Wenn ich mit mir selbst im Gleichgewicht bin, kommt das Körper und Seele zu gute.
Das Interview führte Bettina Maier |